10. Januar 2022

Verlauf der Trasse westlich vom Lütje Moorweg?

Die Sondierungsarbeiten zur endgültigen Festlegung des Kabelverlaufs gehen offenbar zügig voran. Heute (10.01.) haben sie unmittelbar vor der Landstraße nach Averhoy gearbeitet, westlich vom „Lütjen Moorweg". Am gegenüberliegenden Waldrand Richtung Leine laufen wahrscheinlich schon die Vorbereitungen für die nächste Bohrstelle. Alles deutet darauf hin, dass man eine Trasse unmittlelbar entlang dem „Niee Landsweg/Lütje Moorweg" plant, und zwar westlich, also Richtung Dorf. Das würde auch bedeuten, dass man den Bereich hier - etwa vom Basser Autergraben bis zur Leine - weitgehend untertunneln müsste. Die Landschaft darüber bliebe also unberührt. Ich halte das für eine gute Lösung, selbst wenn die Bauarbeiten damit im Vergleich zur offenen Grabenbauweise etwas länger dauerten. Teurer wäre das auch, aber bei den immensen Kosten des Projekts müsste das wohl noch drin sein. (H.S.)

Dezember 2021

SüdLink“ rückt näher

Vorarbeiten sind bei uns angekommen

 

Meist sieht man nichts davon, man hört kaum etwas davon, manchmal gerät das Vorhaben fast in Vergessenheit, aber dann steht plötzlich eine imposante Bohreinheit auf freiem Feld. Jetzt ist sie am „Nieen Landsweg“ kurz vor der Kreuzung zum  Rischanger angekommen und es ist unübersehbar: Die riesige Baustelle  des „SüdLink“ nimmt konkrete Formen an. 

Hier geht es um wichtige Vorarbeiten für den Bau der großen Gleichstromleitung zwischen der Küste und Süddeutschland. Es werden Bodenproben bis in eine Tiefe von 10 Metern genommen, um Gewissheit zu erhalten, dass die Trasse in diesem Bereich auch auf sicherem, standfestem Untergrund verläuft.

Die Bestandsaufnahmen der Tier- und Pflanzenwelt, die möglicherweise geschützt werden müssen, sind schon im Sommer (von Außenstehenden völlig unbemerkt) erfolgt. Die Ergebnisse, die für uns nicht uninteressant sein dürften, hält das zuständige Unternehmen „Tennet“ unter Verschluss, sie sollen aber im Rahmen des offiziellen „Planfeststellungsverfahrens“ einsehbar sein.

Für uns wird aus den Bohrstellen auch ersichtlich, wo genau die Trasse denn lang führen wird. So hat man jetzt den Eindruck, dass die Leitung wohl westlich vom „Nieen Landsweg“  – also Richtung Dorf  - liegen soll. Wenn sie gradlinig weitergeführt würde, berührte sie das Gelände der ehemaligen Basser Schuttgrube mit der „Robert-Enke-Hütte“ und/oder rückte dem Basser Bolzplatz bedenklich nahe. Aus Laiensicht wäre es sinnvoller, die Leitung, auf der anderen Seite des Weges weiter in Richtung Leine zu führen.

Man darf gespannt sein, wie es nachher aussehen wird. (H. S. im Dezember 2021)

April 2021

SüdLink“ wird durch die Basser Feldmark führen

Kürzlich ging schon die Meldung durch die Zeitungen: Die große unterirdische Stromtrasse, die den Strom aus den Windenergieanlagen der Nordsee bis nach Süddeutschland liefern soll, wird tatsächlich westlich von Hannover verlaufen. Das bedeutet, dass der 1000 m breite Korridor, den der Bauträger  „Tennet“ vorgestellt hat, verläuft – von Norden kommend - durch die Basser  Feldmark, und dann weiter an Scharnhorst und Otternhagen vorbei Richtung Frielingen.

Zum Verlegen der mächtigen Kabelstränge benötigt man aber nur eine etwa 20 m breite Trasse, in der in 1,5 m Tiefe die Kabel verlaufen sollen. Dieser Streifen muss künftig frei bleiben von Gebäuden und es darf dort auch keinen Baumbestand geben. Problematisch ist die Tatsache, dass sich die Gleichstromkabel im Betrieb erwärmen. Was davon an der Bodenoberfläche ankommt, ist noch ziemlich unklar.

 

Der Verlauf der eigentlichen Trasse

Der Vorschlag von „Tennet“ liegt auf dem Tisch: Auf dem Foto ist die Trasse innerhalb des Korridors eingezeichnet.

 

Beeinträchtigungen und Probleme.

Mit dem Baubeginn rechnet man 2023, als Bauzeit kalkuliert man etwa drei Jahre.

Das bedeutet für uns, dass sich  in dieser Zeit eine riesige Baustelle in unmittelbarer Nachbarschaft durch das Land wälzen wird. Der Schaden, der vor allem in der Bauphase in der Landschaft angerichtet wird, und die Probleme, die die Landwirte dabei lösen müssen, werden immens sein. Aber auch langfristig werden Eigentümer und Naturfreunde mit gewissen Beeinträchtigungen rechnen müssen. Für die Eigentümer und Nutzer der betroffenen Flächen ist eine Entschädigung vorgesehen. (16.04.2021 – H. Stöpper)