STÖRCHE IN BASSE

Oktober 2020 / Bearbeiten des Stammes

Wiederaufbau des Basser Storchennestes (Teil 2)

Es ist vollbracht!

Fast zwei Wochen lang haben die beiden Hauptakteure an dem Baum gearbeitet. Nun ist es geschafft – die Rinde ist abgeschält. Der lange Stamm wartet auf seinen nächsten Einsatz! (Stand 22.10.2020)

 

Mühsame Arbeit: der Baumstamm wird entrindet. Das ist eine schweißtreibende Arbeit, besonders das klassische Schälen per Hand. Durch das Entrinden bleibt die ursprüngliche Beschaffenheit des Stammes erhalten, die unter der Rinde liegende Oberflächenstruktur wirkt natürlich. Der Stamm wird geschützt.

 

(...) Eine Entrindung im Wald erfolgt häufig, um Schädlingsbefall zu vermeiden. Verschiedene Borkenkäferarten (wie zum Beispiel der Buchdrucker) entwickeln sich in der Rinde. Durch die Entrindung wird die Austrocknung des Holzes beschleunigt, was wiederum dazu führt, dass verschiedene holzbrütende Käferarten oder Holzpilze keinen geeigneten Lebensraum mehr finden. (Quelle: wikipedia)

 

Eddi Rogalski und Rudi Normann beim manuellen Schälen des Baumstammes

26. September 2020 / Baumfällung

Wiederaufbau des Basser Storchennestes (Teil 1)

NACHBARSCHAFTSHILFE ganz gross geschrieben

Ein erster, großer Schritt zur Rekonstruktion des Storchennestes am Rischanger ist getan: Die große Lärche, die die Nestunterlage tragen soll, liegt zur Bearbeitung bereit.
Eduard Rogalski hatte das wunderbar gewachsene, achtzehn Meter hohe Exemplar zwischen den Kiefern des Kirchenforstes entdeckt. Der Kirchenvorstand gab sein „O.K.“ – vielen Dank, sagt die Storchenbrüderschaft – und der Baum durfte dem Waldstück entnommen werden.
So zogen am Samstag, dem 26. September 2020 Eddi Rogalski und Rudi Normann mit zwei Treckern los um die Lärche zu fällen, aus dem Wald zu ziehen und den Stamm zum Holzlagerplatz hinter der Auter zu schleppen. Als Beobachter und Chronist fungierte Olaf Jensen, der die Aktion in etlichen tollen Fotos festhielt.
Auf den Fotos kann man gut erkennen und verfolgen, wie die Lärche mustergültig und ohne Schaden anzurichten in die richtige Richtung fällt und mit wie mit viel Geschick die beiden Trecker das Riesending schließlich bis zu dem Lagerplatz bugsieren.
Dort wartet der Stamm nun darauf, weiter bearbeitet zu werden: Die Rinde muss entfernt und der Stamm auf die benötigte Länge von 13 m zurechtgeschnitten werden. Wie es dann weiter geht, werden die nächsten Monate zeigen. Auf jeden Fall hoffen wir, dass die Störche bei ihrer Rückkehr im kommenden Frühjahr eine passende Nestunterlage an ihrem Stammplatz am alten Trafo vorfinden. Wir werden weiter berichten. (Text: Herbert Stoepper)

Nach getaner Arbeit: Rudi Normann (li) und Eddi Rogalski mache es sich bequem

Am 26. September wurde der Baum gefällt und zur Entrindung und Bearbeitung auf einen Holzlagerplatz nahe Basse transportiert. (Fotos: Olaf Jensen)

 

Fotos Anfang Juni 2020  /  C. Jensen-Hundt

 

Fotos: D. Holz

 

 

Kaum 30 m entfernt von unserem Storchennest hat sich ein Paar Graureiher in einer alten Lärche angesiedelt. Sie haben gebrütet und füttern nach meinem Eindruck schon. Nach Auskunft unseres Chefbiologen Löhmer kommen sich Reiher und Störche nicht ins Gehege. Das freut uns, die Gartenteichbesitzer in Basse - sofern sie Fischbesatz in ihren Teichen haben - werden weniger begeistert sein.

25. Mai

Unser Storchenpaar hat wieder drei muntere Junge. Monika ist ein sensationeller Schnappschuss gelungen: drei schwarze Schnäbel der Jungen greifen nach der Beute – ein Fisch? – im Schnabel des Altvogels.

 

9. Mai 2020
Der erste kleine Storch hat seinen Kopf hochgesteckt! Wir hoffen, dass noch der eine oder der andere dazu kommt.

15. Februar

Nun sind auch die Basser Störche wieder zu Hause eingetrudelt. Am Samstag, den 15. Februar ist das Männchen angekommen und am Montag, den 17. Februar dann auch die Frau Störchin - wie es sich gehört, mit großem Begrüßungs- und Paarungsgeklapper. Offensichtlich haben sie die Winterreise gut überstanden, und alle Basser hoffen wieder auf einen glücklichen Brutverlauf. (Herbert Stoepper)